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Anders ZähneputzenÄltere Kinder kann man dazu animieren, sich während des Zähneputzens ca. 30 Mal auf die Zehenspitzen zu stellen. Spielerisch kann man Kinder zu einem unbewussten, ensomotrischen Training verhelfen. Ein Aerostep (www.triaflex.at/aerostep/) vor dem Waschbecken (ab 6 Jahre - am Anfang natürlich mit Hilfestellung!!!) macht das abendliche „Zu- Bettgeh- Ritual“ spannend.
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Was Eltern von ihren Kindern lernen | |
| Was Eltern von ihren Kindern lernen |
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Ein Drittel der Mütter nimmt sich an Töchtern ein Vorbild. Der Einfluss der Kinder reicht weit – bis zu Freundschaften und der Kunst der Lockerheit. Für die große Mehrheit der Großeltern-Generation ist die Idee nach wie vor unvorstellbar. Für die heutige Eltern-Generation hingegen nicht mehr: die Tatsache, dass Erziehung keine Einbahnstraße ist; dass im Rahmen eines neuen partnerschaftlichen Verständnisses durchaus auch die Eltern bereit sind, von ihren Kindern zu lernen. Bestätigt wird dieser Trend jetzt durch eine Studie der Gesellschaft für Erfahrungswissenschaftliche Sozialforschung (Gewis), die von der Zeitschrift „Für Sie“ in Auftrag gegeben wurde. Das Ergebnis: Ein Drittel der mehr als 1000 befragten Mütter von Mädchen über zwölf gab an, sich in vielen Dingen ein Vorbild an ihren Töchtern zu nehmen. An erster Stelle standen dabei Äußerlichkeiten: Zwölf Prozent der Mütter holen sich Inspiration in Kleidungsfragen. Eine kursorische Umfrage unter Eltern mit Teens zeigt allerdings, dass der Einfluss der Kinder auf die Eltern weiter reicht als bis zum Rocksaum. Birgit G. (43) erfährt von ihrer Tochter Hanna (12) natürlich schon auch, in welcher Aufmachung sie sich „als Mutter in Begleitung der Tochter tunlichst nicht zeigen sollte“. Zusätzlich dazu aber fungiert Hanna als „Einkaufscoach, persönliche Trainerin und Ernährungsberaterin“. 'Früher älter' trifft 'länger jung' Dass Hanna mit zwölf bereits über soviel Wachsamkeit und Wissen verfügt, dass sie die Ernährungspyramide kennt, weiß, welche Öle gut oder schlecht sind und auf die Portionsgrößen achtet (groß für sich selbst, weil im Wachsen; klein für die Mutter, weil nicht mehr im Wachsen) zeigt die zunehmende Annäherung der Lebensalter. Die einen werden früher erwachsen, die anderen bleiben länger jung. Kinder wissen immer früher über immer mehr Bereiche der Erwachsenenwelt Bescheid – dank des frühen Medienkonsums und dank Eltern, die bereitwillig alle Fragen beantworten und kaum etwas zum Tabu erklären. Eltern wiederum sind befreit vom Zwang, alt zu werden und auch so auszusehen, sobald ihre Kinder in die Pubertät kommen. Nicht wenige Väter oder Mütter heben sich in Erscheinung und Verhalten gar nicht mehr so deutlich von ihren Sprösslingen ab.Vor diesem Hintergrund gilt es auch nicht mehr als Armutszeugnis, wenn man sich vom Nachwuchs inspirieren lässt. „Ich höre wieder viel mehr Pop- und Rockmusik“, meint Sylvia S. (47). „Und merke jetzt erst, wie sehr mir das gefehlt hat.“ Die Impulse dafür gibt ihre Tochter Lea (14), die der Mutter die Berührungsängste mit der Jugendkultur nimmt. Sylvia liest Bücher, die Lea liest, sie geht in Filme, die sie sich selbst nicht ausgesucht hätte und hat das eine oder andere Mode-Vorurteil abgelegt: „Für mich waren Doc Martens immer so eine Art Springerstiefel. Seit Lea welche wollte, weiß ich, dass es sich dabei ursprünglich um englische Arbeiterschuhe handelte – und dass sie wirklich sehr bequem sind.“ Nicht nur die Mütter profitieren davon, die Dinge hin und wieder durch die Brille ihrer Töchter zu sehen. Auch Väter lernen von ihren Söhnen. „Ich bin Perfektionist“, meint Alex K. (49). „Mein Sohn Danny (15) ist das nicht. Er hat mir gezeigt, dass ich mich mit weniger zufrieden geben kann, ohne unglücklich zu sein.“ Florian A. (37) wiederum hat durch seine Söhne gelernt, dass Männer eben Männer sind – genauso wie Buben eben Buben sind. „Raufen, Wildheit, Toben sind Elemente, die einfach mit der männlichen Seite verbunden sind, auch wenn man glaubt, eine geschlechtsneutrale Erziehung könne das ausgleichen“, meint er und zieht den Umkehrschluss: „Auch als Mann oder Vater sollte man diese Seite vielleicht öfter mal raushängen lassen.“ 'Nein sagen' will gelernt sein Ein Punkt der Gewis-Studie gilt für Mütter wie Väter: Eltern werden durch das Beispiel ihrer Kinder oft inspiriert, ihre eigenen Freundschaften wieder intensiver zu leben. „Wenn ich Danny mit seinen Freunden sehe, wie sie stundenlang reden, erinnere ich mich, dass ich das auch mal ganz gut konnte. Und es wieder mehr tun möchte“, meint Alex K. Dasselbe gilt für einen Bereich, auf dem Kinder die unangetasteten Champions sind: „Nein sagen“. Was Eltern mitunter zur Verzweiflung treibt, kann ihnen auch ein gutes Vorbild sein – und zwar nicht nur für die nötige Konsequenz in der Erziehung. Denn Menschen, die hin und wieder Nein sagen können und das auch so meinen, tun sich meistens selbst einen großen Gefallen. ("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.08.2008) 03.08.2008 | 18:54 | DORIS KRAUS (Die Presse) Den ganzen Bericht lesen: Link [extern Die Presse] |
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